Ich geh nie ins Museum oder Konzert, was hab ich dann davon?

Im Mittelpunkt der Kulturhauptstadt steht neben der Kunst vor allem auch die Kultur des Miteinanders, also das soziale Zusammenleben. In einer stetig wachsenden Stadt wie St. Pölten samt aller umliegenden Regionen ist genau diese Gemeinschaftskultur eine wichtige Basis für ein qualitätvolles, sicheres und nachhaltiges Zusammenleben aller Generationen und Bevölkerungsschichten.

 

Graz und Linz, ok, aber St. Pölten? Sind wir nicht zu klein?

Wer die Liste der gegenwärtigen und zukünftigen Europäischen Kulturhauptstädte studiert, erkennt schnell, dass gerade sogenannte “second cities”, also Städte die eher in der zweiten Reihe stehen, den Prozess als ihr Zukunftsprojekt nutzen und mit spannenden Konzepten zu überraschen wissen. Beispielhaft dafür stehen einige der kommenden Kulturhauptstädte: Paphos (32.892 Einwohner), Valetta (5700 Einwohner), Matera (60.436 Einwohner) oder Galway (79.504 Einwohner).

 

Ist das nicht zu teuer? Wer soll das denn alles bezahlen?

Die Kosten werden in der Regel zwischen Stadt, Land und Bund aufgeteilt, weiters unterstützt die EU mit Projektförderungen. Zugleich werden durch Umwegrentabilitäten Einnahmen generiert – wie etwa dem Mehr an BesucherInnen im Jahr als Kulturhauptstadt – die in der Regel auch über das Jahr hinausgehen. Im Gesamten betrachtet steht vor allem die Nachhaltigkeit der Investitionen für die Region im Vordergrund.